Vital Hotel Frankfurt – Wellness oder Schwimmbad?

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Vom 03.10.2019 – 05.10.2019 waren wir im Vital Hotel Frankfurt, zwei Tage Wellness, das hatten wir uns darunter vorgestellt. Was uns tatsächlich hier erwartet hat und ob wir uns noch einmal für das Hotel entscheiden würden, lest ihr in den kommenden Zeilen.

Die Reise und Ankuft

Wir sind am Donnerstagvormittag um 10:00 Uhr ganz relaxed los gefahren und waren um 12:30 Uhr bereits im Taunus. Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas schwer, denn es war schon eine Menge los und wir wussten, dass das Hotel ausgebucht war. Wir checkten also ein, unser Zimmer war jedoch noch nicht fertig und wir bekamen für den Tag einen Gutschein zur angrenzenden Rhein-Main-Therme.

Der erste Eindruck in der Rhein-Main-Therme

Tja so ging es für uns also erst einmal baden. Wir holten unsere Badesachen aus dem Koffer und kamen sehr schnell durch den Kassenbereich zu den Umkleidekabinen. Dort war es sehr kalt und man merkte einen wirklich kalten Windzug durch die Gänge. Leider war im oberen Umkleidebereich kein Platz mehr und so gingen wir ins Untergeschoss, zogen uns in einer dreckigen Kabine um und stellten fest, dass es die einzige Kabine war, in der nicht durch Vandalismus etwas fehlte. Unsere Kleidung dann in den großzügigen Spinden verstaut ging es dann für uns zum ersten Mal in die Schwimmhalle.

Es war eine Menge los und so war nur noch ein Stuhlpaar frei, an dem wir direkt unseren Bademantel ablegten, um ins warme Wasser eintauchen zu können. Leider war halt im Wasser nicht mehr Platz als an den Stühlen und Liegen und man konnte nicht entspannen. Problematisch fanden wir, dass es keinen Rückzugsort für die Hotelbesucher gab, in dem man unter sich war, Platz hatte und das Wellness in Anspruch nehmen konnte. Auch an das Verbot, keine Geräte mit Kamera mit in die Therme zu nehmen, bzw. die Kamera mit einem dort ausliegendem Sticker zu verkleben, damit man keine Fotos machen kann, wurde konsequent umgangen. Es wurden reichlich Fotos von den Kindern, Selfies und Gruppenfotos geschossen, ohne Rücksicht auf die Privatsphäre.

Das Hotel – ein wenig mehr Erholung

So sind wir auch schon wieder wenige Stunden später an die Rezeption gegangen und haben unser Zimmer bezogen. Viel Platz gab es darin nicht, dafür war die Ausstattung sehr gut. Neben einem großen Badezimmer und einem kleinen Schreibtisch, ragt besonders das hohe und große Bett hervor. Gegenüber ist der Flachbildfernseher in einem Holzvorbau eingelassen. Das schöne an dem Zimmer ist der kleine Balkon, auf dem man sich in den Sommermonaten gerne aufhält.

Wir hatten unser Zimmer am letzten Ende des sehr ungünstig geschnittenen Flurs. Vom Entree des Hotels hoch zum Zimmer waren also einige Minuten Fußmarsch zu absolvieren. Toll war auch, dass in Sachen Schallschutz an alles gedacht wurde. Viel konnte man nämlich nicht von deren Gästen hören. Die LED-Spots waren jedoch wie eine Diskobeleuchtung und flackerten hin und wieder auf. Alles in Allem, war das Zimmer aber sehr sauber und einladend.

Das wichtigste – Essen

Zu Beginn des Aufenthalts wurden wir gebeten, sofern wir das Restaurant im Hotel nutzen wollen, einen Tisch zu reservieren. Es war von nun an klar, dass eindeutig zu wenig Tische für alle Gäste vorhanden sind. Da es an diesem Abend ein Buffet für 35€ im Restaurant gab, entschlossen wir uns, das Abendessen in der Panoramabar zu uns zu nehmen. Wir bestellten uns Spaghetti Bolognese und einen Chili Cheese Chickenburger. Man konnte sich nicht beschweren, die Portionen ausreichend groß und geschmacklich ganz oben mit dabei. Das besondere der Panoramabar ist, dass sie sich ein Mal in der Stunde um 360° dreht und man zum einen die Skyline von Frankfurt und zum anderen das Taunusgebirge sehen kann. Etwas sehr besonderes aber auch etwas gewöhnungsbedürftig.

Das Frühstück haben wir möglichst früh zu uns genommen, da wir bereits im Aufzug ein Ampelsystem für die Auslastung angezeigt bekamen. So hatten wir leckere Brötchen, Brot und Cornflakes zur Auswahl. Frischer Saft, Kaffee, Kakao und Tee sowie viele verschiedene Wurstsorten von Geflügel, Rind und Schwein. Eier, Würstchen, Marmeladen und Frikadellen. Für jeden Geschmack war etwas dabei und so bekommt das Frühstück, trotz Platzmangel die Note 1 von uns.

Unser Fazit – Ein gutes Hotel mit Schwimmbad

Um wirklich Wellness zu machen, war der Thermenbereich wirklich zu überlaufen, marode und teilweise mit den scharfen gebrochenen Fliesen gefährlich. Dreckig war es obendrein und kalt in den Bereichen von Toilette, Dusche und Umkleide. Die zwei Restaurants in der Therme haben es dann auch nicht wirklich besser gemacht. Hohe Preise für wenig Leistung.

Dafür war das Hotel sehr schick und bot einen guten Service. Allerdings gab es auch hier keine Rückzugsorte, lediglich einen Store auf der Etage, an dem man sich für viel Geld einen Kaffee oder ein Snickers kaufen konnte. Das Zimmer sehr sauber, strukturiert und mit dem wichtigsten Dingen für alle Bedürfnisse ausgestattet. Ruhig und idyllisch gelegen, könnte man jedoch mehr für sein Geld erwarten. Wir werden nicht wieder kommen.

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